Microservices und digitale Souveränität

Hostsharing User Group Treffen im Juni

Am 1. Juli wollen wir auf unserem User Group Treffen eine Diskussion über Microservices fortführen, die in einer unserer internen Mailinglisten aufgekommen ist. Es wird um die Frage gehen, welche Werkzeuge Teams benötigen, die Microservices entwickeln, und wie eine für die Zielgruppe passende Container-Managementlösung sinnvoll bei Hostsharing eingeführt werden könnte. Unser Genosse Christof Donat hält den Einführungsvortrag und stellt das Architekturmuster der Microservices vor.
Zeit:
01.07.2021 19:00 Uhr – 01.07.2021 21:00 Uhr
Ort:
Hostsharing Conference
Themen:
Tools , Technik , DevOps

Microservices sind ein Architekturmuster, bei dem viele unabhängige Prozesse ein komplexes Anwendungsssystem bilden. Die einzelnen ›kleinen‹ Dienste kommunizieren asynchron untereinander über sprachunabhängige Schnittstellen. Sie sind weitgehend voneinander entkoppelt und erledigen jeweils eine kleine überschaubare Aufgabe. Microservices ermöglichen somit einen modularen Aufbau von Anwendungssoftware und den Einsatz von mehreren Entwicklerteams, die unabhängig voneinander die einzelnen Dienste entwickeln können. Die Vorteile dieser Anwendungsarchitektur liegen darin, dass für jeden Dienst spezialisierte Teams verantwortlich sind, die nicht das gesamte System überschauen müssen. Darüberhinaus können die einzelnen Microservices unabhängig voneinander anforderungsgemäß skaliert und bei Bedarf ersetzt werden.

Wir wollen die Diskussion auf der Mailingliste vertiefen, um ein gemeinsames Verständnis von Microservices zu entwickeln. Dabei wollen wir uns unter anderem folgende Frage stellen:

  • Wie funktionieren Microservices und welche Anforderungen stellt die Architektur an die Entwickler? Diese Frage möchten wir am Beispiel unserer Verwaltungssoftware HSAdmin beantworten.
  • Welche Werkzeuge nutzen Entwickler von Microservices? Reicht ihnen in der Regel Kubernetes oder verlangen sie nach weiter abstrahierenden Systemen, wie zum Beispiel Terraform oder Rancher?
  • Welchen Overhead erzeugen die benötigten Werkzeuge bei der Entwicklung?
  • Für welche Art von Projekten eignen sich Microservices unter Berücksichtigung dieses Overheads?
  • Sind die Firmen, die solche Projekte üblicherweise durchführen, eine mögliche Zielgruppe für das genossenschaftliche Hosting?
  • Und wie hoch wäre der Investitionsaufwand, um die benötigten Werkzeuge bei Hostsharing zu implementieren?

Im Anschluss an die Klärung dieser Fragen wollen wir diskutieren,

  • ob das Architekturmuster der Microservices aufgrund der Komplexität und des hohen Investitionsvolumens internationalen IT-Konzernen in die Hände spielt und damit die digitale Souveränität mittelständischer Unternehmen und zivilgesellschaftlicher Organisationen gefährdet und
  • unter welchen Bedingungen eine genossenschaftliche Container-Managementlösung für Microservices auf Basis von Kubernetes realisierbar wäre.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.