Free Software Foundation Europe (FSFE)

Zuverlässiges Videokonferenzsystem

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen im selbstbestimmten Umgang mit Technik unterstützt. Seit 2001 fördert die FSFE Freie Software in ganz Europa und sorgt dafür, dass Technik den Menschen hilft, anstatt sie einzuschränken.

Die FSFE unterstützt dafür Menschen und Organisationen beim Verständnis, der Nutzung und Entwicklung Freier Software.
Dazu präsentiert sie diese Themen in der Öffentlichkeit, arbeitet auf verschiedenen politischen Ebenen und stellt Expertise und Diskussionsplattformen für rechtliche Themen bereit.

Das Fundament seit Gründung der FSFE sind ihre Ehrenamtlichen, die auf dem ganzen Kontinent und darüber hinaus verteilt sind, etwa als Koordinatorinnen, Übersetzer oder Webseiten-Editorinnen. Das macht eine effektive und effiziente Kommunikation nach innen und außen sehr wichtig, denn auch wenn sich die Menschen der FSFE gerne real treffen, findet der Hauptaustausch digital statt.

Aktuelle Themen der FSFE sind ›Public Money? Public Code!‹, die Bewahrung von Routerfreiheit, Freie Software auf Android-Geräten oder die Vereinfachung von Freier-Software-Lizenzierung mit REUSE. Alle Aktivitäten finden sich hier.

Zuverlässiges Videokonferenzsystem gesucht

Wie in so vielen Organisationen wechselten auch bei der FSFE die meisten Angestellten während der Corona-Pandemie von einem Tag auf den anderen ins Homeoffice. Das lief glücklicherweise recht reibungslos, da die FSFE schon davor einige Remote-Angestellte hatte und durch die intensive Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Gruppen in ganz Europa primär digital arbeitete.

Max Mehl, Programmmanager der FSFE

»Ein harter Einschnitt war für uns allerdings der Wegfall von realen Konferenzen, wie sie in der Freie-Software-Welt beinahe wöchentlich stattfinden«, sagt Max Mehl, Programmmanager der FSFE. »Dadurch ist viel informelle und reale Kommunikation weggefallen, aber auch öffentliche Sichtbarkeit für unsere Arbeit.«

Deswegen suchte die FSFE ein zuverlässiges Videokonferenzsystem, nicht nur für interne Treffen von Kleingruppen, sondern auch für größere Konferenzen und Workshops, die sie sonst analog abhält. Das System sollte flexibel und einfach nutzbar sein, aber auch private Kanäle anbieten, die nur mit einem gültigen Account zugänglich sind. Selbstverständlich musste es auch Freie Software sein.

»Nach ein paar Tests mit anderen Lösungen«, sagt Max Mehl, »haben wir uns für BigBlueButton als primäre Lösung entschieden, weil uns viele Funktionen gerade für virtuelle Konferenzen mit Präsentationen und Interaktion gut gefallen haben.«

Angenehme Zusammenarbeit

»Da unsere meist ehrenamtlichen Systemadministratoren allerdings mit anderen Prioritäten und Diensten ausgelastet waren, haben wir uns für eine Kooperation mit der Hostsharing eG entschieden. Ihr Fokus auf Freie-Software-Lösungen, die gute Kommunikation und nicht zuletzt die Tatsache, dass Hostsharing die FSFE seit vielen Jahren unterstützt, haben uns überzeugt, mit der Genossenschaft zusammenzuarbeiten.«

»Die Zusammenarbeit mit Hostsharing ist angenehm leise«, sagt Max Mehl. »Als Teil der FSFE-Systemadministratoren sind mir Systeme am liebsten, die zuverlässig laufen und sich effizient warten lassen. Die ersten BigBlueButton-Updates haben wir bei Hostsharing in Auftrag gegeben, danach haben wir auch ein paar selbst durchgeführt. Diese Flexibilität und Offenheit vom Webmaster on Demand und as a Service gefällt uns sehr gut, denn es wird sicherlich wieder Herausforderungen geben, bei denen wir zusätzliche Expertise gerne in Anspruch nehmen.«

Die Entscheidung für BigBlueButton erscheint der FSFE auch im Rückblick richtig. »BigBlueButton ist kein einfaches System, sondern besteht aus zahlreichen Komponenten, die leider auch nur auf einem nicht so aktuellen System laufen« erklärt Max Mehl. »Bisher gibt es jedoch keine kritischen Probleme im produktiven Betrieb. Wir haben uns schrittweise an größere Konferenzen herangewagt, und bisher waren auch solche mit über 50 Teilnehmenden keine große Herausforderung. Somit sind wir zuversichtlich, dass BigBlueButton ein elementarer Bestandteil unserer Kommunikation bleiben wird.«

So viel Kontrolle wie möglich

Der FSFE ist es prinzipiell sehr wichtig, so viel Kontrolle wie möglich über ihre Dienste zu haben. Das geht so weit, dass sie ihre eigenen Proxmox-Cluster in verschiedenen Datenzentren betreiben. »Für viele Organisationen mag das übertrieben wirken und auch unnötige Arbeit bedeuten, die man durch Outsourcen los wird, aber wir sind froh und auch ein bisschen stolz auf diese Unabhängigkeit« sagt Max Mehl. »Nichtsdestotrotz können und wollen wir nicht alles selbst machen. BigBlueButton ist ein gutes Beispiel für einen Dienst, bei dem wir froh sind, dass auch die Hardware von Menschen betrieben wird, die sich mit diesem speziellen System besser auskennen als wir. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich in Zukunft ein weiterer Dienst ergibt, den wir in die Hände von Hostsharing geben möchten. Darüber hinaus freuen wir uns auf eine vertiefte inhaltliche Zusammenarbeit, vor allem beim Thema Freie Software und Digitaler Souveränität von Organisationen. Hier sehe ich viele Schnittpunkte.«

Die FSFE, Hostsharing und die Genossenschaftsmitglieder LUKi e.V., Do-FOSS und K8 engagieren sich zurzeit gemeinsam für freie Software in der Digitalen Zivilgesellschaft 2021