Thema: Politik

Kein Lock-in im Lockdown

Krisen bieten immer auch Chancen – dieser Spruch mag abgegriffen klingen; aber etwas Wahres ist an ihm. Von heute auf morgen wurde für viele Unternehmen das Homeoffice zum Alltag. Durch den Corona-Lockdown haben Hunderttausende plötzlich die Reize und die Tücken einer Videokonferenz kennengelernt. Offensichtlich hat die erzwungene Digitalisierung so gut funktioniert, dass laut einer Studie 37 % der befragten Unternehmen auch nach der Corona-Krise am Homeoffice festhalten wollen.

Corona geht, das Homeoffice bleibt Die Studie, für die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) 1765 Unternehmen in Europa befragte, belegt vor allem in größeren Unternehmen ein Umdenken. Unternehmen in der Informationswirtschaft mit mehr als 100 Beschäftigten in der Informationswirtschaft sind zu 83 % der Meinung, dass mehr Tätigkeiten fürs Homeoffice geeignet seien, als bislang angenommen. Im verarbeitenden Gewerbe sind es in dieser Unternehmensgröße immerhin noch 70 %. Bei kleinen Unternehmen mit 5 bis 19 Beschäftigten liegen die Werte deutlich niedriger.

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175 Jahre Redliche Pioniere von Rochdale

28 hungernde Weber gründen 1844 die "Rochdale Society of Equitable Pioneers" - die Gesellschaft der Redlichen Pioniere von Rochdale, Blaupause für das moderne Genossenschaftswesen bis heute.

Festakt Hamburg, 24. Oktober 2019. Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) e.V. und die Zentralgenossenschaft eG gedachten in einem würdigen Festakt des 175. Jubiläums der Genossenschaftsgründung der Redlichen Pioniere von Rochdale im Jahr 1844. Rochdale ist eine Stadt im Gebiet von Greater Manchester im Norden Englands. 28 hungernde Weber gründeten die ›Rochdale Friendly Cooperative Society of Equitable Pioneers‹ und zogen sich damit ein Stück weit aus dem von Kinderarbeit und Hunger geprägten Sumpf des Elends, das die damalige industrielle Revolution in England für viele Zeitgenossen bedeutete.

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Platform Coops Learning Journey

Im Berliner Supermarkt fand ein Treffen belgischer und deutscher Genossenschaften und Vertretern von Sharing Economy Startups statt.

Lernreise zu “Platform Coops” Mit Unterstützung der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH sowie deren Brüssler Partnerorganisation trafen sich am 17./18. Mai im Berliner Supermarkt unter der Moderation von Ela Kagel eine Reihe von Genossenschaften und Startups der Sharing Economy. Ziel war es zum einen, ein besseres, auch internationales Verständnis von Platform Economy in deren genossenschaftlicher bzw. sozialer Ausprägung zu gewinnen, zum anderen aber auch die Teilnehmer konkret miteinander zu vernetzen.

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Letzte EU Urheberrechtsdebatte im Bundestag

Während die Opposition auf den Koalitionsvertrag der Großen Koalition pocht, der richtigerweise Uploadfilter als unverhältnismäßig abgelehnt hat, lehnen die Regierungsfraktionen diesen Antrag ab. Verkehrte Welt. Dieser beinhaltete eine Weisung an die Bundesregierung, im Rat der EU in der Schlussabstimmung über die Europäische Urheberrechtsrichtlinie mit Nein zu stimmen und so Uploadfilter zu verhindern.

Selbstentmachtung des Deutschen Bundestages Berlin 4. April 2019. Die Opposition hatte beantragt, der Bundesregierung aufzugeben, im Rat der Europäischen Union (Ministerrat der EU Staaten) bei der Schlussabstimmung gegen die Europäische Urheberrechtsrichtlinie zu stimmen. So sollten Uploadfilter verhindert und doch noch zu einem fairen Ausgleich zwischen Urhebern und Nutzern gelangt werden, statt durch völlig unverhältnismäßige Haftungspflichten selbst für kleinste Plattformbetreiber im Web Einzelpersonen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen und damit auch der Meinungsfreiheit der Nutzer faktisch den Gar aus zu machen.

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Die Internet-Nichtversteher und der »Mob«

Während die EU-Kommission in einem dann rasch wieder gelöschten Artikel die Kritiker ihrer Urheberrechtspolitik einfach als "Mob" bezeichnet, hat sie mit den Vertretern von Rat und EU Parlament einen das World Wide Web in seinen Grundfesten erschütternden "Trilog"-Text zusammengestellt. Dessen endgültiges Inkrafttreten gilt es unbedingt zu verhindern.

Gefährliche EU Rechtssetzung durch Internet-Nichtversteher Am 20.2.2019 soll bereits der Rat der EU-Regierungsvertreter den Text billigen. Dem “Mob” hingegen werden die vorgesehenen Texte bis heute erst gar nicht mittels des “legislative observatory” auf der Website des Europäischen Parlamentes zur Verfügung gestellt, anders als sonst üblich. Voraussichtlich im März wird das Europäische Parlament abschließend über den Text befinden. Man findet die Texte und ausführliche Besprechungen aber bei Julia Reda MdEP. Am besten beides gilt es noch zu verhindern, soll nicht die viel beschworene “Digitalisierung” zur absoluten Farce werden, während die Brüsseler Internet-Nichtversteher einschließlich EU-Parlamentsberichterstatter Axel Voss dem World Wide Web in der EU aus völliger Ignoranz den Stecker ziehen wollen.

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