Politik

Die Internet-Nichtversteher und der »Mob«

Während die EU-Kommission in einem dann rasch wieder gelöschten Artikel die Kritiker ihrer Urheberrechtspolitik einfach als "Mob" bezeichnet, hat sie mit den Vertretern von Rat und EU Parlament einen das World Wide Web in seinen Grundfesten erschütternden "Trilog"-Text zusammengestellt. Dessen endgültiges Inkrafttreten gilt es unbedingt zu verhindern.

Gefährliche EU Rechtssetzung durch Internet-Nichtversteher Am 20.2.2019 soll bereits der Rat der EU-Regierungsvertreter den Text billigen. Dem “Mob” hingegen werden die vorgesehenen Texte bis heute erst gar nicht mittels des “legislative observatory” auf der Website des Europäischen Parlamentes zur Verfügung gestellt, anders als sonst üblich. Voraussichtlich im März wird das Europäische Parlament abschließend über den Text befinden. Man findet die Texte und ausführliche Besprechungen aber bei Julia Reda MdEP. Am besten beides gilt es noch zu verhindern, soll nicht die viel beschworene “Digitalisierung” zur absoluten Farce werden, während die Brüsseler Internet-Nichtversteher einschließlich EU-Parlamentsberichterstatter Axel Voss dem World Wide Web in der EU aus völliger Ignoranz den Stecker ziehen wollen.

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Zu Besuch bei ECO

Interessante Informationen, Kontakte und Erfahrungsberichte gab es wieder auf dem diesjährigen Kongress des ECO e.V. Verbandes der Internetwirtschaft in Köln.

ECO-Kongress 2018 Letzte Woche fand im schönen Gebäude der Wolkenburg in Köln der ECO-Kongress 2018 statt. Über die Veranstaltung insgesamt gibt es bei ECO e.V. Informationen, deshalb soll hier vor allem über ausgewählte Highlights des Vortragsprogrammes kurz berichtet werden. Datenökonomie der Zukunft hieß das Thema von Jan Oetjen, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der European netID Foundation (zugleich Vorstand bei United Internet). Bemerkenswert war dabei, einmal die Perspektive der europäischen Internet und Internet-Werbeindustrie im Vergleich mit den Mitbewerbern aus Silicon Valley einzunehmen.

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Cologne Digital: Meinungsfreiheit, Urheberrecht, Uploadfilter

Heiße Debatte zwischen dem Befürworter der Urheberrechtsreform Axel Voss MdEP und Gegner Prof. Skibicki in der IHK zu Köln

Köln, 5. Oktober 2018. Zu einer hochbrisanten öffentlichen Veranstaltung luden Junge Union Köln und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln im Rahmen von Cologne Digital zwei erklärte Gegenspieler zur Diskussion unter dem Motto “Recht auf freie Meinung oder Schutzschirm für das Urheberrecht” ein. Hochbrisant, weil das eine der zentralen Weichenstellungen zukunftsgerichteter Digitalpolitik und somit Chancen künftiger Wertschöpfung in der EU überhaupt beleuchtete, was wohl immer noch nicht in der allgemeinen Öffentlichkeit angekommen ist.

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Uploadfilter: die Reaktionen der EU-Abgeordneten

Am 18. Juni appellierte der Vorstand der Hostsharing eG an die deutschen EU-Abgeordneten, die beiden Artikel 11 und 13 der geplanten Urheberrechtsnovelle abzulehnen. Am 5. Juli wurde das Mandat des Verhandlungsführers angefochten, sodass nun Änderungsanträge eingebracht werden. Die Uploadfilter und das Leistungsschutzrecht sind damit aber noch nicht vom Tisch. Im September wird das Parlament über die Novelle abstimmen. Als Zwischenfazit möchten wir in diesem Artikel die Reaktionen der EU-Abgeordneten auf unseren Appell zusammenfassen.

Eine Handvoll Textbausteine Leider traf nur eine Handvoll Antworten in unserem Postfach ein. Individuelle Schreiben befanden sich nicht darunter. Wegen des breiten gesellschaftlichen Protestes gegen Uploadfilter und Leistungsschutzrecht liefen die E-Mail-Postfächer der Abgeordneten über, sodass die Abgeordneten, wenn sie überhaupt antworteten, eine Standardantwort verwendeten oder auf eine Online-Stellungnahme auf ihrer Website verwiesen. Prof. Dr. Angelika Niebler von der CSU schrieb uns beispielsweise, dass über 60.000 E-Mails allein zu diesem Thema bei ihr eingetroffen seien.

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Hostsharing appelliert an EU-Abgeordnete, Uploadfilter zu verhindern

Die von der EU geplanten Uploadfilter sind nicht nur ein Eingriff in die Freiheit von Millionen EU-Bürgern. Sie vernichten auch Arbeitsplätze, weil kleine und mittelständische Unternehmen mit der Implementierung der Zensurinfrastruktur völlig überfordert sind und im Wettbewerb gegenüber den IT-Konzernen aus den USA weiter zurückfallen werden.

Der Vorstand der Hostsharing eG hat sich in persönlichen Anschreiben an die deutschen Abgeordneten im EU-Parlament gewandt, um eindringlich vor der Zustimmung zu Artikel 13-E der Urheberrechtsrichtlinie zu warnen. Artikel 13-E sieht vor, Plattformbetreiber zu zwingen, so genannte Uploadfilter in ihr Webangebot zu integrieren, um angebliche Copyright-Verstöße zu verhindern. Der Vorstand der Hostsharing eG hat heute zu diesen Plänen Stellung bezogen: »Bereits das Wirksam-Werden der DSGVO Ende Mai hat unsere Mitglieder und uns selbst mit völlig unverhältnimäßigen bürokratischen Pflichten belastet, die kleine und mittelständische Unternehmen kaum stemmen können.

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